Abgase eines Autos

Die Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems (UMA) – Das müssen Sie wissen

Die Rolle der UMA im Umweltschutz

Die Untersuchung des Motormanagement- und Abgasreinigungssystems (UMA) ist ein fester Bestandteil der Hauptuntersuchung (HU) und spielt eine zentrale Rolle beim Umweltschutz. Sie stellt sicher, dass Kraftfahrzeuge nur die gesetzlich zulässigen Mengen an Schadstoffen ausstoßen und so die Luftqualität nicht übermäßig beeinträchtigen. Seit 2010 ist die UMA (vormals „AU“) in die Hauptuntersuchung integriert – wer sie nicht besteht, erhält keine neue HU-Plakette.
Angesichts von Umweltzonen und wachsendem Bewusstsein für Klimaschutz ist die UMA relevanter denn je.

Im Rahmen der UMA werden je nach Fahrzeugtyp unterschiedliche Prüfverfahren angewendet. Moderne Benzinfahrzeuge, insbesondere solche, die nach 2006 zugelassen wurden, verfügen über ein On-Board-Diagnose-System (OBD), das ausgelesen wird, um Fehler im Abgasverhalten zu erkennen. Zusätzlich werden Schadstoffwerte, etwa der Kohlenmonoxidanteil im Abgas, gemessen.

Bei Dieselfahrzeugen liegt der Fokus auf der Kontrolle der Abgasreinigungssysteme. Seit dem 1. Januar 2023 ist die Partikelzählung (PN-Messung) verpflichtender Bestandteil der UMA für Dieselfahrzeuge mit Abgasnorm Euro 6/VI und Partikelfilter (DPF). Damit wird nicht mehr nur die Rauchdichte geprüft, sondern die tatsächliche Anzahl ultrafeiner Partikel im Abgas ermittelt – ein deutlich präziseres Verfahren, um defekte oder manipulierte Partikelfilter zu erkennen.
Für eine aussagekräftige Messung ist es wichtig, dass der Motor vor der UMA vollständig warmgelaufen ist. Ein kalter Motor kann zu verfälschten Werten führen und die Prüfung negativ beeinflussen.

Häufige Probleme und sinnvolle Vorbereitung

Die technische Abnahme zur Erlangung des H-Kennzeichens erfolgt durch eine Prüforganisation (z. B. TÜV, DEKRA), die ein sogenanntes Oldtimer-Gutachten erstellt. Dabei spielen Viele Fahrzeughalter unterschätzen, wie leicht sich Probleme bei der UMA vermeiden lassen. Häufige Ursachen für das Nichtbestehen sind defekte Katalysatoren, Partikelfilter oder Sensoren. Wer Leistungsverlust oder erhöhten Verbrauch bemerkt, sollte das Fahrzeug rechtzeitig in einer Werkstatt überprüfen lassen.

Auch Fehler im OBD-System, etwa durch eine defekte Lambdasonde, können zur Verweigerung der HU-Plakette führen. Eine vorherige Auslesung des Fehlerspeichers bringt hier oft schnell Klarheit. Mit der Zeit verschmutzen Einspritzsysteme und Abgaswege, was zu erhöhten Emissionswerten führt. Eine längere Fahrt vor der UMA – idealerweise auf der Autobahn – kann helfen, Ablagerungen zu lösen und die Werte zu verbessern. Wichtig ist, dass der Motor betriebswarm ist; eine kurze Stadtfahrt reicht in der Regel nicht aus.

Oldtimer und H-Kennzeichen: Was gilt?

Auch Fahrzeuge mit H-Kennzeichen unterliegen grundsätzlich der UMA-Pflicht – allerdings gelten hier die Abgasvorschriften, die zum Zeitpunkt der Erstzulassung maßgeblich waren.
Benziner, die vor dem 1. Juli 1969, und Diesel, die vor dem 1. Januar 1977 erstmals zugelassen wurden, sind von der UMA befreit. Für alle anderen Oldtimer gilt die Untersuchungspflicht nach den damals gültigen Grenzwerten. Fahrzeuge ohne OBD-System werden nach dem klassischen Verfahren über das Abgasrohr geprüft.
Gerade bei älteren Fahrzeugen empfiehlt sich eine regelmäßige Wartung durch spezialisierte Werkstätten, da Ersatzteile oft nur schwer verfügbar sind. So lassen sich unnötige Probleme vermeiden und die Freude am Oldtimer bleibt erhalten.

Fazit

Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel zur erfolgreichen UMA – unabhängig vom Fahrzeugalter. Wer sein Fahrzeug regelmäßig warten lässt, auf Warnsignale achtet und vor der Untersuchung einige gezielte Maßnahmen ergreift, reduziert nicht nur Emissionen, sondern auch das Risiko teurer Reparaturen.

Das Sachverständigenbüro Dipl.-Ing. Winfried Lütz GmbH steht Ihnen bei Fragen rund um die UMA und zur Vorbereitung Ihres Fahrzeugs selbstverständlich mit Fachkompetenz zur Seite.


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